Seit mehr als vierzig Jahren konzertiert der brasilianische Gitarrist Odair Assad gemeinsam mit seinem Bruder Sergio weltweit als Ausnahme - Gitarrenduo.
1998 zieht er sich für kurze Zeit aus dem gefeierten Duo zurück um unter der Leitung von Leo Brouwer mit dem Orquesta de Cordoba für GHA Records Malcolm Arnolds Serenade für Gitarre und Streicher einzuspielen.
Ein Jahr später erscheint die Solo - CD Fuga i misteri, über die der Journalist Colin Cooper in einer Besprechung schreibt, "Odair Assad habe die flüssigste linke Hand, die er jemals bei einem Gitarristen gesehen habe, gleichsam verbunden mit dem Griffbrett, scheinbar mühelos agierend mit maximalem musikalischen Ergebnis. Diese Aufnahme gibt ihm Gelegenheit, solistisch geradezu einmalig zu glänzen". Das italienische Fachmagazin Seicorde unterstreicht Odair Assads spontane musikalischen Intentionen, seine instrumentale Leichtigkeit, wie sein Talent, mit jedwedem Partner perfekt zu harmonieren, sei es sein Bruder Sergio, der Cellist Edmond Carlier oder der Geiger Fernando Suarez Paz.
Hatte Odair Assad auch immer wieder einmal die Absicht, solistisch zu konzertieren, so ist es sein Freund, der amerikanische Gitarrenbauer Thomas Humphrey, der ihn davon überzeugt, dieses Projekt anzugehen, was Odair Assad dann Anfang 2008 auch beginnt. Als im April dieses Jahres Thomas Humphrey völlig unerwartet stirbt, beschließt Odair Assad sein erstes Recital zwei Monate später in New York dem Andenken an seinen Freund zu widmen.
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